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„made in Lüttelforst“

„made in Lüttelforst“
Ein starkes Team für ein kreatives Waldhufendorf: Die Macher der Natur- und Kulturtage, von Lüttelforst kreativ, der App „LüttelGo“ und der neuen Internetseite. FOTO: Heike Ahlen
Lüttelforst (hei). Im Waldhufendorf Lüttelforst ist mächtig was los. Jung und Alt, Zugezogene und „Ureinwohner“ sorgen Hand in Hand dafür, dass sich Einwohner und Besucher wohlfühlen können. Von Heike Ahlen

In Lüttelforst wird es nie langweilig. Die Einwohner sorgen mit einer Mischung aus Tradition und neuen Ideen dafür, dass sich das Gemeinschaftsleben immer weiter entwickelt.

Ein gutes Beispiel sind die Natur- und Kulturtage, die vom 29. Juli bis zum 6. August bereits zum sechsten Mal stattfinden. Hier bringen traditionell Lüttelforster ihre Ideen ein. Eine Radtour mit Führung zu verschiedenen Mühlen, ein Grundkurs im Blumenbinden, eine Malerei-Ausstellung oder eine Einführung in Theorie und Praxis der Zen-Meditation gehören in diesem Jahr dazu.

Erstmals findet am 29. Juli ab 11 Uhr auf der Wiese am Boneshof und im benachbarten Innenhof „Lüttelforst kreativ“ statt. Die Idee dazu stammt von Ulla van Kempen-Schafhausen. „Die Kulturtage sind eine Inspiration – und da wollte ich auch etwas zu beitragen“, sagt sie. Als Kunsthandwerkerin stellt sie Schmuck her und besucht viele Märkte. „Ich wusste einfach, es gibt viele kreative Köpfe in Lüttelforst, also habe ich versucht, sie zu animieren, mitzumachen.“

Herausgekommen ist ein Markt mit 28 Ausstellern – davon sind 19 Kunsthandwerker. Das Angebot ist absolut bunt und garantiert „Made in Lüttelforst“. Floristik, Töpferarbeiten, Objekte aus Glas oder Edelmetall, Honig, Apfelkraut und Apfelsaft oder Beton-Deko-Elemente werden präsentiert. Niemand muss hungern, Poffertjes, Kuchen, Schwenkbraten, Pizza und sogar eine Weinstube laden zum Verweilen ein.

„Auch für die Kinder sollte das Angebot nicht 08/15 sein“, sagt die Vorsitzende des Lüttelforster Fördervereins, Ria van de Flierdt-Bonsels. Es gibt Treckerfahrten, Geschichten mit einer „Märchentante“ und vielfältige Möglichkeiten für die Kleinen, selbst kreativ zu werden.

Kreativ in einer ganz anderen Art und Weise waren Pia Steffen (24) und Tobias Berger (26): Sie haben die App „LüttelGo“ entwickelt. Sie ist kostenlos vom 26. Juli an verfügbar. Seit März haben die beiden daran gearbeitet – knapp 50 Sehenswürdigkeiten, bekannte Menschen und Lüttelforster Besonderheiten sind verfügbar.

Auch die Internetseite luettelforst.net ist im Wandel. Die Brüder Per und Alexander Koppers haben sie ganz neu designt. „Sie soll aktuell informieren, aber auch als online-Archiv dienen“, erklärt Per Koppers. Viel Historisches haben er und sein Bruder bereits zusammengetragen und eingepflegt, damit es für die Nachwelt erhalten bleibt und nachgeschlagen werden kann. Bei der aktuellen Information kann jeder mitwirken – indem er das Kontaktformular der Seite nutzt. So konnten die Lüttelforster kürzlich erfahren, dass Brüggener Gesamtschüler in ihrem Waldhufendorf gerade einen Film drehen.

„Beides hätten wir ohne die jungen Leute nicht hinbekommen“, betont Ria van de Flierdt-Bonsels. „Hier hat jeder den Freiraum und die Freiheit, sich dort einzubringen, wo er Freude hat.“

(Report Anzeigenblatt)