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| Alphonse Yombi (2.v.l.) hat gemeinsam mit Helfern nun den dritten Hilfstransport für Kamerun gepackt. Foto: privat |
Medizinisch umfassend versorgt werden, eine Ausbildung machen, lernen, bestimmte Werkzeuge zu benutzen - was in Deutschland selbstverständlich sein mag, befindet sich in Kamerun noch im Aufbau. Die Deutsche Kamerun-Hilfe will helfen.
Viersen (sab). Es ist bereits der dritte Hilfstransport innerhalb der letzten vier Jahre, der nach Kamerun geht. In zwei Containern und einem Lkw sind die unterschiedlichsten Dinge geladen: Ultraschallgeräte, Werkzeuge für eine KFZ-Werkstatt, Geräte für eine Schlosserei und mehr. „Geldspenden alleine bringen nichts“ weiß Alphonse Yombi. Im vergangen Jahr berichtet der Extra-Tipp bereits über die Arbeit des Vierseners. Der ehemalige kamerunische Profifußballspieler gründete 2002 die Deutsche Kamerun-Hilfe. „Ich möchte meinen Beitrag leisten“, so der gebürtige Afrikaner. Da er aus Kamerun kommt, weiß er genau, wie man die Region am besten unterstützen kann. Im Oktober 2009 startete das Projekt Krankenstation. Ein Mammograph und einfache medizinische Geräte sind bereits vor Ort, Ultraschallgeräte und ein Röntgengerät folgen nun. Für die Ausbildung hat der Verein schon Schreinereien, Computerschulen, Fußballschulen, eine Nähschule und eine Druckerei aufgebaut. Als nächstes planen Alphonse Yombi und seine Helfer den Aufbau einer Kfz-Werkstatt und einer Schlosserei. Für die neuen Projekte wurden fleißig Werkzeuge gesammelt. Auch 400 Sicherheitsschuhe sind dabei gespendet worden. „Ich möchte den Menschen danken, die Geräte, aber auch ihre Zeit gespendet haben“, so Yombi. Über 20 ehrenamtliche Helfer unterstützen den ehemaligen Profifußballer. Trotz der Unterstützung sieht sich der Verein aber auch regelmäßig mit Problemen konfrontiert. „Es ist Wahnsinn, wie schwierig es teilweise ist, neue Projekte aufbauen zu können.“ Auch gesetzliche Regelungen erschweren die Arbeit. „Seit diesem Jahr gibt es ein neues Gesetz für Zollnummern, das hat den ganzen Transport verzögert.“ Doch nun sind die Hilfsgüter auf ihrem Weg nach Kamerun und stellen eine gute Hilfe zur Selbsthilfe dar. Hintergrund Die deutsche Kamerun-Hilfe wurde 2002 vom ehemaligen kamerunischen Profifußballer Alphonse Yombi gegründet. Informationen: www.deutsche-kamerun-hilfe.de oder Telefon 02273/980839
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