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Wiederaufforstung ist gestartet

Wiederaufforstung ist gestartet
Bei der Pflanzaktion auf den Süchtelner Höhen (v.l.): Markus Kampe (Fachbereichsleiter Städtische Betriebe), Susanne Fritzsche (Technische Beigeordnete), Rainer Kammann (Stadtförster) und Bürgermeisterin Sabine Anemüller. FOTO: Stadt Viersen
Viersen. Weder Schneeregen noch der aufgeweichte Waldboden hielten die Besucher ab: Mehr als 100 Menschen kamen am vergangenen Samstag auf die Süchtelner Höhen, um beim Wiederaufforstungs- und Infotag dabei zu sein. Von der Redaktion

Bürgermeisterin Sabine Anemüller begrüßte die Viersener, egal ob Einzelpersonen, Familien mit und ohne Kinder, Kindergartengruppen oder Vertreter der politischen Parteien. Sie erinnerte an die großen Schäden durch den Sturm Friederike vor einem Jahr und die anschließende Borkenkäferplage. Die Stadt Viersen kümmere sich mit allen Kräften darum, die großen Lücken im Wald wieder zu füllen. 20.000 Pflanzen in diesem Jahr, weitere 40.000 in 2020 und 2021 warteten darauf, gesetzt zu werden.

Wie das geschieht, erläuterte Stadtförster Rainer Kammann in einer kurzweiligen Einführung für die Freiwilligen, die gekommen waren, um Bäume zu pflanzen. Es sei, sagte Kammann, „eine über Jahrhunderte gefestigte Erkenntnis“, dass die Bäume mit den Wurzeln nach unten in die Erde gehörten. Damit das nicht ganz so schwierig war, hatten er und die Mitarbeiter der Städtischen Betriebe mehrere Hundert Bohrlöcher vorbereitet.

In diese konnten die Freiwilligen die bereitgestellten Bäume pflanzen. Auch Spaten und Schaufeln standen bereit, mit denen die Löcher unter fachkundiger Anleitung verfüllt werden konnten. Kammann sprach von „idealem Pflanzwetter“. Der feuchte Boden biete beste Voraussetzungen für die Bäume, die so rasch anwachsen könnten.

Die Mitarbeiter der Städtischen Betriebe werden die Pflanzungen in den nächsten Tagen fortsetzen. Die Bäume in dem am Samstag genutzten Bereich des Wildgeheges seien danach ausgesucht worden, dass sie künftig wieder Wildschweinen Nahrung bieten können. Bis die Pflanzen groß genug seien, um Wildschweinen wieder eine Heimat zu sein, vergingen allerdings noch einige Jahre. Die Schäden insbesondere von Friederike werden, sagte Kammann, noch viele Jahre nachwirken und erkennbar bleiben.

(StadtSpiegel)