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Stadtbibliothek in Viersen hat den Fantasy- und Comicbereich komplett neu aufgestellt
Mehr Raum für die Fantasie

Viersen (dka). Ein Vampir, der die Auserkorene zu schützen hat. Menschen, die zu Jokern und Assen werden. Ob nun Geschichten von Alexandra Ivy oder George R.R. Martin - der Bereich Fantasy fristet in der Literatur längst kein Nischen-Dasein mehr. Auch nicht in der Stadtbibliothek in Viersen. Von Dirk Kamps

Bei der offiziellen Vorstellung des neuen Medienbereichs „Fantasy/ Comics“ erinnerte sich der für Kultur zuständige Dezernent und Erste Beigeordnete Dr. Paul Schrömbges an seine Zeit an der Universität. „Im Germanistikstudium gab es den ’exotischen’ Bereich Literaturdidaktik, in den alles reingepackt wurde. So auch Comics und Fantasy.“ Heute aber ist es mit dem Nischen-Dasein vorbei. Auch literaturwissenschaftlich betrachtet ist das Genre mehr in den Fokus gerückt. Kein Wunder, wie auch die Dülkener Fantasy-Autorin Diana Menschig meint: „Fantasy ist mehr als das, was man sich zunächst vorstellt, also mehr als die Tolkien-Völker und Harry Potter.“ So dürfe man auch getrost klassische deutsche Märchen mit in den Bereich zählen, schließlich kämen Figuren mit besonderen Fähigkeiten und auch Hexen vor.

Um dem steigenden Interesse an dem Fantasy - aber auch am Comic- und Mangabereich gerecht zu werden, hat die Albert-Vigoleis-Thelen-Stadtbibliothek räumlich umstrukturiert und neue Medien angeschafft.

Der neu gestaltete Bereich „Fantasy“ wurde durch die finanzielle Unterstützung der Sparkassenstiftung ermöglicht. Fantasyromane, Comics und Mangas findet man „in bester Lage“, nämlich im Erdgeschoss der Bibliothek. Verwirklicht wurde die Idee, Jugend- und Erwachsenenfantasy zusammenzuführen. Es gebe nämlich, so Bibliotheksleiterin Christiane Wetter, „immer mehr Crossover-Titel, die sowohl Jugendliche als auch Erwachsene interessieren.“ Jetzt findet man alle Titel in einem Bereich. Begleitend zur Einführung des neuen Bereichs finden in der Bibliothek derzeit die Fantasy-Tage statt.

(Report Anzeigenblatt)