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Fasten - mal ganz anders

Fasten - mal ganz anders
Brigitte Goßmann mit ihrem Buch zum Thema Fasten. FOTO: mso
Viersen. Pünktlich zu Beginn der Fastenzeit stellt die Autorin Brigitte Goßman ihre Gedanken zum Thema Fasten in ihrem neuen Buch „Fasten find ich gut“ vor. Stadt Spiegel-Mitarbeiterin Marion Sommer hat mit der Viersenerin gesprochen. Von der Redaktion

Auf unterschiedlichste Dinge kann man verzichten, auch außerhalb des herkömmlichen Essen-Fastens. Der handliche 40-Tages-Wegweiser gibt abwechslungsreiche Anregungen.

Frau Goßmann, wie kamen Sie auf die Idee, ein Fastenbuch zu schreiben?

Brigitte Goßmann: Mein Verlag kam auf mich zu, mit der Bitte, mal ein etwas anderes Fastenbuch zu schreiben. Ich habe mir dazu 40 Tipps einfallen lassen, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen.

Und was kann ich aus dem Buch ziehen, was macht es besonders?

Ich sehe es als eine Art täglichen Begleiter auf dem Weg in ein befreiteres Leben. Es soll dazu anregen, auf bestimmte Dinge zu verzichten und somit gleichzeitig wachsam zu werden für das eigene alltägliche Verhalten. Diese Tipps gelten natürlich nicht nur für die Fastenzeit, bieten sich aber perfekt dafür an.

Wen soll Ihr Buch denn besonders ansprechen?

Es eignet sich im Grunde für jeden, der nach Innen schauen möchte, die Rückkehr zum Wesentlichen wieder zu finden und bewusster und achtsamer zu leben. Inbegriffen sind auch der achtsame Umgang mit anderen Lebewesen sowie der bewusste Umgang mit Rohstoffen. Ganz sicher ist dieses Buch auch ein guter Wegweiser für die ganze Familie, denn man kann die Kinder sehr gut mit einbeziehen. Fasten bedeutet für mich auch, etwas von sich zu geben. Ich möchte gerne dazu motivieren, miteinander aktiv zu werden, Zeit miteinander zu verbringen oder anderen Menschen etwas von der eigenen Zeit zu schenken.

Welche Tipps haben Sie denn für die Leser zum Thema Fasten?

Stellen Sie sich einfach die Frage, worauf Sie in Ihrem Alltagsleben am besten verzichten könnten. Sicher kommen Ihnen da viele Dinge in den Sinn. Ich gebe Anregungen, wie beispielsweise den Verzicht auf schlechte Laune, auf Ausreden, auf Erwartungen oder auf Bewertungen. Für viele Familien ist sicher auch das „Schimpfwörter-Fasten“ eine gute Übung. Zudem enthält das Buch auch Raum für Meditationen, die schnell und einfach zu erlernen sind. Für die meisten ist es auch eine Herausforderung auf alltägliche Dinge wie Handy, Internet, Computerspiele oder soziale Netzwerke zu verzichten. Auch hier gibt es Tipps und Anleitungen für die ganze Familie.

Können Sie Ihre Botschaft kurz zusammen fassen?

Das Thema Fasten soll eine ganzheitliche Angelegenheit sein. Fasten ist eine Art, zurück zu den eigenen Wurzeln zu finden. Mit einem Wort von Papst Franziskus möchte ich es abschließend so wiedergeben: „Die Fastenzeit ruft uns zur Umkehr: Wir sind gerufen, mit unserem ganzen Herzen zurückzukehren zu Gott.“

(StadtSpiegel)