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Dem Ehrenamt zur Ehr

Dem Ehrenamt zur Ehr
Volkmar Hess, selbst Ehrenamtskartenbesitzer, möchte die Ehrenamtskarte aus ihrem Schattendasein befreien. FOTO: Yvonne Simeonidis
Viersen. Seit mittlerweile acht Jahren können Viersens Ehrenamtler – sofern sie die Bedingungen erfüllen – eine Ehrenamtskarte beantragen. Bisher fristet die Auszeichnung allerdings eher ein Schattendasein. Volkmar Hess ist einer, der das gerne ändern möchte. Von Yvonne Simeonidis

Am kommenden Mittwoch, 5. Dezember, ist bundesweiter Tag des Ehrenamts. Ein Tag, um all den freiwillig Engagierten einmal Danke zu sagen. Auch hier in Viersen soll ihnen ein Abend gewidmet werden, und so lädt der Arbeitskreis Kulturquartett ab 19 Uhr in die Räumlichkeiten der Sparkasse an der Venloer Straße in Dülken zu einem Konzert ein. Für Speis und Trank sorgt die Sparkasse. Federführend initiiert haben diesen Abend Volkmar Hess und das Kulturquartett.

Von Haus aus Dormagener, engagiert sich Hess schon viele Jahre ehrenamtlich – unter anderem im Kulturquartett und im Verein „Robin Hood“ in Dülken – und ist Besitzer einer Ehrenamtskarte. „In Dormagen gibt es etwa 250 Ehrenamtskartenbesitzer, in Viersen leider nur knapp 30“, stellt Hess bedauernd fest. Die Ehrenamtskarte scheint noch nicht in den Köpfen der Menschen angekommen zu sein. „Wenn ich bedenke, wie viele Vereine und Kulturschaffende es in Viersen gibt und wie viele Menschen auch auf sich allein gestellt ehrenamtlich tätig sind ohne einer Struktur anzugehören“, sinniert Hess, „müsste die Zahl derer, die eine Karte besitzen, viel viel höher liegen.“

Die Ehrenamtskarte aus ihrem Schattendasein zu befreien, liegt Volkmar Hess am Herzen, „die Stadt ist da ein toller Partner, immer offen für neue Ideen und unterstützt uns sehr.“ Neben dem Konzert zum Ehrenamtstag möchte Hess gerne auch einen Sommerempfang für die Ehrenamtler der Stadt – und die Hauptamtler in den Institutionen – etablieren. Erste Pläne hat er bereits ausgetüftelt: „Bei Bürgermeisterin Sabine Anemüller habe ich mit der Idee offene Türen eingerannt“, freut sich Hess. „Die Arbeit der Ehrenamtler ist so wichtig für unsere Gesellschaft, und mit der Ehrenamtskarte bekommen die Menschen etwas für ihren selbstlosen Einsatz zurück. Ich kann jedem Ehrenamtler nur raten: Informieren Sie sich, nutzen Sie das tolle Angebot“, bekräftigt Volkmar Hess.

Bedingung für den Erhalt der Ehrenamtskarte sind mindestens fünf Stunden ehrenamtliche Arbeit pro Woche. Die Tätigkeit muss man seit mindestens zwei Jahren ausführen und man muss „die ehrenamtliche Arbeit in Viersen erbringen – und zwar ausschließlich für Dritte ohne eine Aufwandsentschädigung, die über eine Erstattung von Kosten hinaus geht“, wie es auf der Internetseite der Stadt zu lesen ist. Ist die Karte einmal ausgestellt, gilt sie für zwei Jahre – und kann danach verlängert werden. Unter www.viersen.de/de/inhalt/ehrenamt-und-ehrenamtskarte-nrw/ gibt es Links zum Download für den Antrag und weitere Details zu Vergünstigungen und Vorteilen, die man als Ehrenamtskartenträger nutzen kann. „Die Internetseite der Stadt ist hier wirklich vorbildlich“, bestätigt Hess.

Die Anträge gibt es zum einen im Service-Center im Stadthaus, Rathausmarkt 1, und in der Freiwilligen-Zentrale Viersen, Süchtelner Straße 2

(Report Anzeigenblatt)