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Ausbilden für die Zukunft

Ausbilden für die Zukunft
Der Mechatroniker führt die Liste der beliebtesten Berufe bei den männlichen Bewerbern an. Es gab in diesem Jahr im Raum Krefeld/Kreis Viersen allerdings „nur“ 134 Mechatroniker-Lehrstellen. Symbol FOTO: Tim Reckmann / pixelio.de
Angesichts des drohenden Fachkräftemangels richtet IHK-Geschäftsführer Jürgen Steinmetz einen Appell an die Firmen der Region: „Ausbilden, ausbilden, ausbilden!“ In diesem Jahr stehen im Raum Krefeld/Kreis Viersen pro 100 Bewerbern 69 Azubi-Stellen zur Verfügung. Von der Redaktion

Kreis Viersen (red/).

Doch allein mehr Lehrstellen sind auch kein Patentrezept. Jahr für Jahr erleben die zehn bekanntesten Berufe einen Ansturm - 55 Prozent der Mädchen und 40 Prozent der Jungen bewerben sich auf Ausbildungsplätze der „Berufe Top 10“. Riesig ist das Interesse für die Ausbildung zum Mechatroniker und der Kauffrau im Einzelhandel. Insgesamt werden im Raum Kreis Viersen/Krefeld/Kempen jedoch 170 Ausbildungsberufe angeboten, viele sind den Jugendlichen völlig unbekannt. Das Ergebnis ist, dass 205 Lehrstellen nicht besetzt werden konnten, während 464 Jugendliche noch unversorgt sind. „Es ist wichtig, nicht nur einen vermeintlichen Traumberuf im Kopf zu haben. Stattdessen sollte man auch ähnliche Berufe im Kopf haben und sich über eher unbekannte Berufe und Ausbildungsbetriebe informieren“, sagt Steinmetz. Der IHK-Geschäftsführer unterstreicht auch die Bedeutung der Eltern: „Eltern sollten ihre Kinder nach Leibeskräften bei der Lehrstellensuche unterstützen“. Betriebe müssten sich überlegen, ob sie ihre Ausbildungen nicht noch attraktiver gestalten könnten: Weniger Schulabgänger bedeute schließlich auch, dass sich Jugendliche mit guten Zeugnissen die Firmen aussuchen können, wo sie eine Ausbildung machen wollen.

Während die Gesamtzahl der Ausbildungsverträge stagniert (fast auf Vorjahresniveau mit 4.340), meldet übrigens das Handwerk im Raum Kreis Viersen/Krefeld/Kreis Neuss ein sattes Plus von 9,8 Prozent auf 1.504 neue Lehrverträge. „Die Zahlen belegen, wie attraktiv das Handwerk für junge Menschen ist“, sagt Klaus Koralewski, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkerschaft Niederrhein. Besonders freut sich die Kreishandwerkerschaft Niederrhein darüber, dass die Ausbildungsbereitschaft der Handwerksunternehmen in der Region weiter erhöht werden konnte.

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(StadtSpiegel)