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Positiver Start ins neue Jahr

Positiver Start ins neue Jahr
Fotos: Christiane Samuel
Schwalmtal. Gemäß einer mittlerweile„guten Tradition“ lud Bürgermeister Michael Pesch zum Neujahrsempfang in die Achim-Besgen-Halle. Von Christiane Samuel

Gleich zu Anfang seiner Rede betonte der Bürgermeister, dass es auch 2018 gelungen sei, die Gemeinde voran zu bringen – dies dank der guten Zusammenarbeit von Verwaltung, Rat und Unternehmen. Er unterstrich mehrfach in verschiedenen Zusammenhängen die Bedeutung einer erfolgreichen Wirtschaft und schlug den Bogen zur Welt- und vor allem Europapolitik: „In unserer globalisierten und vernetzten Welt wird es nicht möglich sein, dass jeder seine eigenen Interessen verfolgt – mit Europa kann es nur weitergehen, wenn Politiker und Bürger in den einzelnen Staaten hinter der europäischen Zusammenarbeit und Einigung stehen.“

Die ortsansässigen Handwerksbetriebe und Firmen würden erfreuliche Bilanzen verzeichnen, so viele Menschen wie schon lange nicht mehr hätten einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz, und auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen sei zurückgegangen. Damit einhergehend haben sich die Steuereinnahmen vieler Gemeinden und Kommunen und damit deren Finanzlage deutlich verbessert. „Ja, es geht aufwärts, auch bei uns“, fasst Michael Pesch zusammen und prognostiziert: „Der Schuldenstand in Schwalmtal wird sich voraussichtlich von rund 15,6 Millionen Euro zum Ende 2017 auf rund 8,7 Millionen Euro zum Jahresende 2022 reduzieren.“ Um künftig von konjunkturellen Veränderungen unabhängig zu sein, sei es jedoch wichtig, nachhaltige Erträge zu generieren. Dazu gehörten die Themen „Ausbau von Windenergieanlagen“, aber auch die Planung eines neuen Ärztezentrums oder das avisierte Medienkonzept für die digitale Ausstattung der Schulen.

Besonders stolz sei man auf den 2018 nahezu flächendeckend gelungenen Glasfaser-Breitbandausbau. Der Bereich der schulischen Bildung sei ein weiteres wichtiges Thema, betonte der Bürgermeister. Um alle künftigen Anforderungen erfüllen zu können, sei eine gute Bildung unabdingbar. Für die nächsten vier bis fünf Jahre sei eine Investition in die Bildungsinfrastruktur von 3,9 bis 4,3 Millionen Euro geplant, die der Notwendigkeit einer modernen Schulausstattung geschuldet sei. In Schwalmtal sei so nach der in 2018 erfolgten Zusammenführung der Janusz-Korczak-Realschule Waldniel mit der Realschule Niederkrüchten zunächst ein vergrößerter Verwaltungs- und Lehrerbereich vorgesehen, ein Erweiterungsbau sei hier bei Bedarf möglich. Auch eine bauliche Erweiterung der Grundschule Waldniel habe bereits begonnen. Die stete bedarfsorientierte Erweiterung von Betreuungsplätzen in den Kindertageseinrichtungen der Gemeinde würde weitergeführt.

Dem hohen Nachfrageüberhang nach Baugrundstücken in Schwalmtal soll durch die Entwicklung des IV. Bauabschnitts des Baugebietes „Zum Burghof“ begegnet werden – die Vermarktung der Grundstücke werde ab Frühjahr 2020 erfolgen. Michael Pesch avisierte des Weiteren den Start der Baumaßnahmen zur Neugestaltung des ehemaligen Brauereigeländes für die zweite Jahreshälfte. Eine Sanierung der Radwege und die Planung eines neuen Ärztezentrums würden zur Steigerung der Attraktivität der Gemeinde dienen. Unmissverständlich forderte der Bürgermeister im Namen der Gemeinde Schwalmtal den Kreis Viersen auf, Standortvarianten für eine Rettungswache entlang der Nordtangente zu prüfen und zu priorisieren.

Im Anschluss an seine Rede überreichte er insgesamt 19 Bürgern aus dem DRK, dem Asylkreis, der Bibliothek, der Schwalmtaler Tafel, den Pfadfindern des Stamm Franken, der katholischen Pfarrgemeinde und den Obstwiesenfreunden die Ehrenamtskarte der Gemeinde Schwalmtal, mit der in diesem Jahr zum zweiten Mal regelmäßiges bürgerschaftliches Engagement gewürdigt wurde. Den gemeindlichen Ehrenpreis erhielt das 2010 gegründete Schwalmtaler Bündnis für Familien für seinen Einsatz für ein familienfreundliches Klima. Den zweiten Ehrenpreis konnte der Tenor Professor Thomas Heyer entgegennehmen. Er richtet seit 2004 jährlich einen internationalen Meisterkurs für Gesang mit abschließendem Konzert in Waldniel aus.

(Report Anzeigenblatt)