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Gesamtschüler spenden

Gesamtschüler spenden
Bei der Spendenübergabe: Christian Hlawa, Luca Wanters, Anna Heidler, Wilfred Niederbroecker, Sandra Breuer, Lena Schmidt, Gizem Gücyeter und Melike Sahin (v.l.). FOTO: Städt. Gesamtschule Nettetal
Nettetal. Der Vorstand des Fördervereins Flüchtlingshilfe Nettetal durfte an der Städtischen Gesamtschule Spendengelder aus zwei Projekten der Schülerschaft entgegen nehmen. Von der Redaktion

„Wir freuen uns, dass sich immer wieder mal auch Schüler aktiv in die Flüchtlingsarbeit einbringen“, würdigen Sandra Breuer und Wilfred Niederbroeker aus dem Vorstand des Fördervereins Flüchtlingshilfe Nettetal e.V. die Schüler der Städtischen Gesamtschule Nettetal, als sie in der Gesamtschule die Spenden von zwei Schülerinitiativen entgegennehmen: Gizem Gücyeter, Melike Sahin und Lena Schmidt aus dem 12. Jahrgang sowie Anna Heidler und Luca Wanters, welche stellvertretend für ihre Klasse 6d dabei sind, überreichen die Briefumschläge mit den Geldbeträgen.

Gizem, Melike und Lena besuchen zurzeit den Projektkurs „Wirtschaftsraum Nettetal“, den Christian Hlawa leitet. „Ich brauchte nur einmal kurz ein Feuer zu entzünden und das Feuer brennt von alleine“, stellt er lächelnd über das Engagement seiner Schülerinnen fest. Breuer berichtet darüber: „Die Schülerinnen haben sich in den verschiedensten Projekten der Flüchtlingshilfe eingebracht, aus denen das Projekt ’Weihnachtsmarkt – Raum der Begegnung’ entstanden ist. Hier plante das Projektteam gemeinsam mit Frauen – mit und ohne Fluchterfahrung – einen Weihnachtsstand mit selbst gebackenen, landestypischen Plätzchen und Informationen zu den jeweiligen Herkunftsländern.“ Auf dem Weihnachtsmarkt, aber auch am Tag der offenen Tür an der Gesamtschule, Anfang Dezember 2017, verkauften die Schülerinnen Tassen, die sie mit Flaggen aus den Flüchtlingsländern bemalt und mit landestypischen Teebeuteln gefüllt hatten. Der Erlös daraus wurde nun überreicht.

„Die drei Schülerinnen waren eine Bereicherung für unseren Verein und die von uns begleiteten Menschen und wir freuen uns, wenn sie uns noch länger in der ehrenamtlichen Arbeit unterstützen können“, hofft Breuer. Und Niederbroecker ergänzt: „Dass junge Menschen ehrenamtlich arbeiten, ist heutzutage überhaupt nicht mehr selbstverständlich. 2015 hatte es einen großen Strom an Engagement gegeben, doch der ist inzwischen verebbt.“

Die (kommissarische) Schulleiterin, Irene Sieker, freut sich, dass ehrenamtliches Engagement altersunabhängig von Groß und Klein durch alle Jahrgangsstufen hindurch geleistet werden kann und geleistet wurde. Denn auch die Jüngsten der Gesamtschule waren kreativ bei der Unterrichtsreihe „Kinder aller Welt“, die Gesellschaftslehrer Hlawa im vergangenen Schuljahr in der damaligen 5d durchführte. „Eine Gruppe aus unserer Klasse hatte die Idee, als praktischen Teil auf dem Schulhof für die anderen Schülerinnen und Schüler gegen eine freiwillige Spende Schuhe zu putzen“, erzählen Anna und Luca. „Die Gruppe hat natürlich mitgemacht, aber auch weitere freiwillige Helfer aus unserer Klasse. Die Einnahmen wollen wir auch im Namen unserer ganzen Klasse dem Flüchtlingsverein aus Nettetal überreichen.“ Wünschenswert wäre, wenn das Geld für Flüchtlingskinder verwendet werde.

(StadtSpiegel)
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