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Ein Baum

Ein Baum
Foto: Christiane Samuel
Brüggen. In diesem Jahr ist der Naturpark Schwalm-Nette ausgewählt worden, den Weihnachtsbaum für den Deutschen Bundestag zur Verfügung zu stellen – gemeinsam mit Kindern der Katholischen Grundschule Lobberich wurde die mehrere Meter hohe Nordmanntanne vom Verbandsvorsteher des Naturparks Schwalm-Nette, Landrat Dr. Andreas Coenen, Bundestagsmitglied Uwe Schummer und Forstfachleuten gefällt. Von Christiane Samuel

„Das ist so cool, dass wir heute hier mithelfen dürfen“, strahlt Greta (9). Gemeinsam mit rund 65 anderen Kindern aller vierten Schuljahre der KG Lobberich und Schulleiterin Susanne Dückers ist sie heute mit im Wald direkt an der niederländischen Grenze. Sie, Hendrik (9) und Tahira (9) gehören außerdem zu den 19 Kindern, die am kommenden Freitag mitfahren dürfen zum Tagesausflug nach Berlin, wo sie den Baum dann offiziell übergeben und mit bereits seit Wochen vorbereitetem und selbst gebasteltem Weihnachtsbaumschmuck dekorieren werden.

„Der Baum soll ein Stück Hoffnung vom Niederrhein symbolisch in den deutschen Bundestag tragen und steht im Mittelpunkt beim harmonischen, fraktionsoffenen Weihnachtssingen, das seit Jahren traditionell den friedlichen Abschluss des Jahres in der Bundespolitik darstellt“, erzählt Uwe Schummer, MdB, und lächelt.

Noch steht die stolze Nordmanntanne, deren Samen aus dem Kaukasus stammt, im Kreis ihrer „Familie“- einer 2,5 Quadratmeter großen Parzelle von Nordmanntannen, im Diergardtschen Wald und ist nur mit einem roten Band markiert. Ungefähr 22 bis 25 Jahre dürfte sie alt sein, schätzt Richard Holthausen, Betriebsleiter der Von-Diergardtschen Forstverwaltung. Bis sie so groß geworden sei, habe sie in den ersten Jahren sorgsam geschützt werden müssen. Junge Nordmann-Tannen seien ein „exotischer Leckerbissen“ für Wildtiere. Nordmanntannen könnten ein Alter von 150 bis 200 Jahren erreichen, fährt er fort und er erklärt weiter: „Dies hier ist keine übliche Weihnachtsbaumplantage, wie wir sie zum Beispiel aus dem Sauerland kennen, sondern ein Mosaikstein im gesamten Waldkontext – die Nordmanntannen sollen hier dauerhaft wachsen zwischen Kiefern und der kompletten Palette an Laubbaumarten, die wir angepflanzt haben, um hier den Wald langfristig so umzuformen, dass eine stabile und auch ertragreiche Waldlandschaft entsteht.“

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(StadtSpiegel)