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Bürgermeisteramt bringt es ans Licht

Bürgermeisteramt bringt es ans Licht
Nicole van Montfort (vorn) und Silke Beckstedde laden zu einer Ausstellung mit Malerei, Fotografie, Skulpturen und Vortrag ins Café Bürgermeisteramt ein. FOTO: Heike Ahlen
Bracht (hei). Die Ausstellung „Ans Licht gebracht…“ setzt die lange vorhandene Idee, das Café Bürgermeisteramt als Galerie zu nutzen, jetzt um. Von Heike Ahlen

Am Freitag, 3. November, beginnt um 19 Uhr die Vernissage der Ausstellung „Ans Licht gebracht…“ im Café Bürgermeisteramt in Bracht. Am Samstag, 4., und Sonntag, 5. November, ist die Ausstellung dann jeweils von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Am Samstagabend ab 19 Uhr gibt es außerdem den Vortrag „Wunderbares Schottland“ des Foto-Künstlers Andree Viell aus Elmpt.

Die Idee, das Haus an der Marktstraße 1 als Galerie zu nutzen, sei schon länger da gewesen, erzählt Silke Beckstedde, die dem ehemaligen Bürgermeisteramt in Bracht mit dem Café neues Leben einhauchte. Bei viel Arbeit sei diese Idee aber in den Hintergrund getreten.

Aber gerade in den letzten Wochen habe sich unheimlich viel getan im Café Bürgermeisteramt. Es habe sich mit etlichen Menschen eine Art neuer Kultur entwickelt. Einer dieser Menschen ist Nicole van Montfort. Sie und Silke Beckstedde haben gemeinsam in den Kalender geschaut, als die Idee von der Ausstellung plötzlich wieder auf den Tisch kam – und befunden: Da gibt es nur noch ein Wochenende, das in Frage kommt. Innerhalb weniger Tage stand alles – sechs Künstler werden dabei sein, auch die oberen Räume des Hauses, die normalerweise privat sind, werden zugänglich sein. Für viele eine gute Gelegenheit, noch einmal einen Blick in den ehemaligen Ratssaal und die Büros zu werfen.

Zweimal ist die Malerei vertreten, zweimal die Fotokunst. Dazu kommen Kunstwerke aus Beton, Glas, Flaschen und Treibholz sowie der Foto-Vortrag von Andree Viell.

Silke Beckstedde stellt eigene Werke aus – ihr Kürzel „S.Hoe“ stammt ursprünglich von einem früheren Nachnamen, hat sich aber mit der Aussprache „Zoe“ verselbstständigt. „Zoe“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „das Leben an sich“. Es seien keine Bilder, sondern Geschichten, die ihre Hände erzählen, sagt die Künstlerin. Auch der zweite Maler, Vincenzo Del Quarto, kommt aus Bracht. Er war schon bei der ersten Auflage von „Bracht ganz kunstvoll“ dabei und zeigt gegenständliche Malerei.

So weit von der Malerei entfernt sieht Uli Berger die Fotokunst gar nicht: „Ihr malt mit Farbe, wir mit Licht“, sagt er mit Blick auf seine Kunst. Josef Loven vom Fotostammtisch Brüggen zeigt zusätzlich Langzeitbelichtungen. Mit „Driftwood and stones“ beschriebt Andrea Wennmacher ihre Skulpturen, bei denen neue Gegenstände aus angeschwemmtem Holz und Beton oder Flaschen entstehen.

Nicole van Montfort und Silke Beckstedde freuen sich sehr auf die Ausstellung – und hoffen auf viele Besucher, die dann auch ein wenig vom neuen Leben des Cafés als Salon, als „Come-together-Raum“ für Bracht, wie Silke Beckstedde es nennt, erleben können. Und natürlich kann man alle Kunstwerke nicht nur bestaunen, sondern bei Gefallen auch kaufen.

(StadtSpiegel)