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Aktive Lernende in der Pflege

Aktive Lernende in der Pflege
Das Kollegium der Krankenpflegeschule freut sich, mit dem neuen Modulhandbuch den individuellen Vorstellungen und Anforderungen der Lernenden noch gerechter werden zu können. FOTO: LVR-Klinik Viersen
Viersen. Ein neues Modulhandbuch ermöglicht Auszubildenden in der Pflege eine ganzheitliche Berufsausbildung. Von der Redaktion

In Kooperation mit der Hochschule Niederrhein bietet die Krankenpflegeschule der LVR-Kliniken Viersen, Mönchengladbach und die Orthopädie Viersen seit 2017 das duale Studium „Pflege“ an. In diesem Kontext entstand die Forderung, neue strukturelle Voraussetzungen zu schaffen. Diese sollen den Auszubildenden ermöglichen, Teilqualifikationen zu erwerben, die im Studium anerkannt und angerechnet werden können. Von Seiten der Schule wurde ein Modulhandbuch entwickelt, das jetzt von der Bezirksregierung anerkannt wurde.

„Es geht vor allem darum, den Auszubildenden nicht nur Wissen, sondern auch berufliche Handlungskompetenzen zu vermitteln“, erklärt Berufspädagogin Maria Prehm. Gemeinsam hat das Kollegium das umfangreiche Modulhandbuch entwickelt. „Ein weiterer Vorteil ist, dass definierte Lernergebnisse transparent gemacht werden und zeigen, über welches Wissen und Können die Lernenden nach Abschluss des Lernprozesses verfügen“, ergänzt Schulleiterin Beate Niehaus.

Zur Erklärung: Module sind ein Verbund von Lehrveranstaltungen, die sich einem bestimmten thematischen oder inhaltlichen Schwerpunkt widmen.

Das Konzept ermöglicht eine ganzheitliche Berufsausbildung, die flexibler und individualisierter ausgerichtet ist. „Der oder die Lernende wird so zum aktiven Lernenden, weil er selbst Schwerpunkte setzen kann. Das fördert auch die Persönlichkeitsbildung“, sagt Beate Niehaus. Sie ergänzt: „Nicht zuletzt tragen wir auch schon durch die Modularisierung dazu bei, auf die ab 2020 geänderten gesetzlichen Grundlagen der Ausbildung in den Pflegeberufen vorbereitet zu sein.“

(Report Anzeigenblatt)