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Wie aus einer Hand

Wie aus einer Hand
Wollen den Jugendlichen im Bereich der Jugendberufsagentur Hilfe wie aus einer Hand bieten (v.l.) Katarina Esser (Dezernentin für Soziales, Gesundheit und Arbeit), Franz-Josef Schmitz (Geschäftsführer des Jobcenters Kreis Viersen) und Birgitta Kubsch-von Harten (Geschäftsführerin operativ der Agentur für Arbeit Krefeld/Kreis Viersen). FOTO: Kreis Viersen
Kreis Viersen. Eine gerade volljährige junge Mutter lebt in ihrer ersten eigenen Wohnung und sucht verzweifelt nach einem Ausbildungsplatz. Welchen, das weiß sie selber noch nicht so genau. Um eine Lösung anzubieten, haben der Kreis Viersen, die Agentur für Arbeit und das Jobcenter eine Jugendberufsagentur eröffnet. Von der Redaktion

Diese junge Mutter hatte bisher viele Ansprechpartner bei den Behörden: Das Jobcenter übernimmt die Kosten der Unterkunft und den Lebensunterhalt. Die Agentur für Arbeit kommt ins Spiel, wenn es um die Berufsberatung geht. Da für die Verfolgung der beruflichen Ziele eine Betreuung des kleinen Kindes arrangiert werden muss, ist als dritte Institution auch das Jugendamt beteiligt. Das Beispiel zeigt, wie eng die Angebote verschiedener Institutionen im Übergang von der Schule in den Beruf häufig miteinander in Verbindung stehen.

Die Abstimmung und Zusammenarbeit dieser drei Akteure wird die Jugendberufsagentur in Zukunft verbessern und effizienter gestalten. Jetzt wurden die Räume der Jugendberufsagentur in Kempen (Arnoldhaus) und Viersen (Am Schluff) eröffnet. „Die meisten Probleme lassen sich ohnehin nur dann lösen, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen und für jeden Jugendlichen individuelle Schwerpunkte setzen.“ Oft ist es beispielsweise so, dass berufliche Hürden mit Schwierigkeiten in der Familie einhergehen.

Ähnlich sieht das auch die Geschäftsführerin operativ der Agentur für Arbeit Krefeld/Kreis Viersen, Birgitta Kubsch-von Harten: „Wir machen mit der ganzheitlichen Betreuung gute Erfahrungen. So verschieden die Aufgabenverteilung an Arbeitsagentur, Jobcenter und Kreisjugendamt ist – so wichtig ist es, diese Expertise für die Jugendlichen zu bündeln.“

Der Geschäftsführer des Jobcenters Kreis Viersen, Franz-Josef Schmitz, hofft, dass durch die zentralen Anlaufstellen und Ansprechpartner weniger Jugendliche den Einstieg in die Arbeitswelt verpassen: „Unser Ziel ist, den Jugendlichen so gut und zu helfen, dass sie frühestmöglich in Job oder Ausbildung angekommen sind.“

(Report Anzeigenblatt)