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Wege aus dem Teufelskreis

Wege aus dem Teufelskreis
Ilse Hennerkes und Dietmar Lufen von der Suchtberatung Kontakt-Rat-Hilfe beraten Frauen und Männer zum Thema Glücksspielsucht. FOTO: Privat
Der Drang, an den Spielautomaten zu gehen, die Spannung zu spüren, den Kick zu erleben - viele Spielsüchtige geraten in einen Teufelskreis. Am kommenden Mittwoch, 23. September, findet der bundesweite „Aktionstag Glücksspielsucht“ statt - auch im Kreis Viersen. Von der Redaktion

Kreis Viersen (dka/red).

Auch im Kreis Viersen gibt es Menschen, die an „Spielsucht“ leiden - so wie etwa Beate Müller (Name geändert). Auch bei ihr wurde aus dem anfänglichen „Kick“ eine Sucht, eine Krankheit, die leider oft auch mit Depressionen und Schlaflosigkeit einhergeht und das Gefühl völliger Hilflosigkeit vermittelt.

Hinzu kommt die finanzielle Komponente. Beate Müller lieh sich unter Vorwänden Geld, obwohl sie wusste, es nicht zurückzahlen zu können. Anders als Männern gehe es Frauen meist nicht darum, Geld zu gewinnen oder den Automaten zu besiegen. „Frauen spielen häufig aus Einsamkeit, sie suchen nach einer Art Beziehungsersatz“, sagt Ilse Hennerkes von der Suchtberatung Kontakt-Rat-Hilfe.

Ein „echtes Beziehungsangebot“ finden betroffene Frauen und Männer und ihre Angehörigen bei der Beratungsstelle Kontakt-Rat-Hilfe. In der Zentrale in Viersen-Dülken sowie in den Außenstellen in Willich, Nettetal und Kempen können sie sich nicht nur kostenlos und anonym informieren und ihr Glücksspielverhalten diagnostisch abklären lassen.

(Report Anzeigenblatt)