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Schüler schnuppern Firmenluft

Schüler schnuppern Firmenluft
Petra Pigerl-Radtke, Leiterin des Geschäftsbereichs Aus- und Weiterbildung der IHK Mittlerer Niederrhein und IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz mit Würfeln, die über die diversen Angebote für Schüler zur Berufswahl informieren. FOTO: jps
Der Fachkräftemangel wird immer mehr zum Problem. Mit der Aktion „Check In Berufswelt“ stellen Firmen Jugendlichen ihre Ausbildungen vor. Das Projekt ist landesweit einzigartig. Am Von Jan Popp-Sewing

Dienstag, 10. Juli, findet es im Kreis Viersen statt.

Kreis Viersen.

Mit den Berufsausbildungen ist es ein bisschen wie mit den Schauspielern: Einige wenige bekommen fast alle Aufmerksamkeit - und viele andere hochklassige sind kaum bekannt.

Ginge es nach den Interessen der Jugendlichen, würde die Berufswelt in erster Linie aus Mechatronikern, Industriemechanikern, Einzelhandelskaufleuten und Verkäuferinnen bestehen, deren Haar von einer immensen Zahl Friseurinnen umsorgt würde.

Doch insgesamt werden in NRW 200 Ausbildungsberufe angeboten. Gute Chancen haben Jugendliche etwa in den Bereichen Gastro und Logistik. Um Schülern (und Studienabbrechern) einen breiten Überblick über Firmen und Ausbildungen zu geben, findet im Juli zum neunten Mal die Aktion „Check In Berufswelt“ statt. Firmen können sich und ihre Ausbilder einen Tag lang möglichen Azubis präsentieren. Schüler können mehrere Firmen besuchen.

Im Kreis Viersen läuft der Tag am Dienstag, 10. Juli. Krefeld ist bereits am 4. Juli dran, am 5. Juli folgt der Kreis Neuss und am 9. Juli Mönchengladbach. Jugendliche aus dem Kreis sind natürlich auch zum Besuch von Firmen in Nachbarkommunen eingeladen.

2017 machten zwischen Gladbach, Viersen und Krefeld 232 Firmen mit, die von 4.300 Schülern besucht wurden.

Hinter der Initiative stehen IHK Mittlerer Niederrhein und Kreishandwerkerschaft, die Städte Krefeld und Mönchengladbach, die Kreise Viersen und Neuss, Arge, Hochschule Niederrhein und weitere Partner. Die „Check In Berufswelt“ kommt ohne öffentliche Förderung aus.

Hintergrund ist der drohende Fachkräftemangel. 40 Prozent der von der IHK befragten lokalen Unternehmen sehen darin ihr größtes Problem für die Zukunft. „Eine duale Ausbildung schafft Chancen. Sie ist ein guter Einstieg in eine berufliche Karriere“, betont IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz.

Informationen unter

www.checkin-berufswelt.net

(Report Anzeigenblatt)