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Hier sind Gefühle im Spiel

Hier sind Gefühle im Spiel
Christopher Janowski (Gitarre), Felix Ehren (Gesang), Jan Mündges (Bass) und Carlos Gottberath (Schlagzeug/Percussions) sind Egoecho. FOTO: Christoph Kampf
Dülken. Vier Jungs, fünf Songs und jede Menge Gefühle: Die Band Egoecho hat ihre erste EP „Jetzt endlich“ herausgebracht. Nach ihrem ersten Auftritt in Grefrath, möchten sie ihre Songs gerne auf weiteren Bühnen zum Besten geben. Geprobt wird dafür in Dülken. Von Simone Krakau

Abgelegen, in der hintersten Ecke eines Industriehofs, befindet sich der Proberaum der Band Egoecho. Ein ewig langer dunkler Gang führt zu den Räumlichkeiten, in denen es regelmäßig kreativ und musikalisch zugeht. Tageslicht und Fenster sucht man hier vergeblich. „Hier hört uns kein Mensch“, sagt Gitarrist Christopher Janowski. „Wir können hier immer so laut sein, wie wir wollen und haben unsere Ruhe.“ Beste Voraussetzung, um die erste EP herauszubringen: fünf Songs, zeitgemäßer Pop, mal lauter, mal leiser – und überall sind Gefühle im Spiel. „Musik löst bei mir so viele Emotionen aus, wie nichts anderes“, sagt Sänger Felix Ehren.

In ihrer ersten Single „Auf und davon“ singen Egoecho von der Sehnsucht „einfach mal zu machen“ und dem festgefahrenen Alltag zu entfliehen. Alle ihre Songs sind ausschließlich auf Deutsch – und das hat einen guten Grund: „Wir haben Spaß daran, mit der deutschen Sprache zu arbeiten und zu experimentieren“, erklärt Ehren. „Für die Stimmung ist die eigene Sprache einfach packender.“

Die Kernaussage der EP sei es, nicht auf den Moment hin zu planen, sondern aus dem Moment das Beste zu machen. „Bei uns geht es um das Hier und Jetzt und den Mensch mit all seinen Facetten“, sagt Janowski.

Was auf der EP und im Studio poppig und sanft klingt, kann live dann auch mal ganz schön rockig werden – so auch bei ihrem allerersten Live-Auftritt als Band beim Grefrather Schwingboden-Festival Anfang September. Auch wenn die vier Jungs alle einen musikalischen Hintergrund haben und gewiss kein „Frischfleisch“ mehr sind, waren sie vor ihrem Auftritt dennoch sehr nervös. „Wir haben zwei Jahre lang an Songs, Video, EP und Internetauftritt gearbeitet und sind in dieser Zeit nicht aufgetreten“, erzählt Ehren. „Da kann man schon mal nervös werden.“

Für die „Vorbereitungen“ nahmen Egoecho sich bewusst so viel Zeit, um einen professionellen Start hinlegen zu können – Video und Co. können sich deshalb aber auch wirklich sehen lassen.

Für die Zukunft hat sich die Band etwas vorgenommen, da sind sie sich einig: „Wir wollen wachsen und unbedingt auftreten.“

(Report Anzeigenblatt)