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Ein wohl bestelltes Haus

Ein wohl bestelltes Haus
Extrembergsteigerin Helga Hengge referierte bei den Vertreterversammlung der Volksbank Krefeld; links Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Michael Gehlen, rechts Vorstandsvorsitzender Klaus Geurden.
Kreis Viersen. Die Volksbank Krefeld hat jetzt auch bilanztechnisch einen Schlussstrich unter das Geschäftsjahr 2017 gezogen. Die Voraussetzungen dazu haben die gewählten Vertreter der insgesamt 42.201 Mitglieder auf ihrer diesjährigen Vertreterversammlung geschaffen. Von der Redaktion

Einig zeigten sich die zahlreich erschienenen Mitglieder der Vertreterversammlung, die wie gewohnt unter der Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Michael Gehlen stand und in der Hauptstelle der Bank am Dionysiusplatz in Krefeld zusammentrat, bei allen anstehenden Beschlüssen: Das galt für den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss samt Lagebericht ebenso wie bei der notwendigen Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat.

Auch folgte die Versammlung dem gemeinsamen Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat über die Verwendung des Jahresüberschusses: 5,3 Millionen Euro hat die Volksbank Krefeld nach Abzug aller Kosten und Steuern erwirtschaftet. Wie in den Vorjahren werden die nunmehr 42.201 Mitglieder – darunter 1.692 Neumitglieder –in Form einer sechsprozentigen Dividende daran beteiligt. Zudem werden die Rücklagen weiter gestärkt.

Auf Kontinuität setzt die Volksbank bei der Besetzung ihres Aufsichtsrats Margret Platen-Küppers, Roland Gerhards und Christian Ramrath wurden für weitere drei Jahre im Kontrollgremium der Bank bestätigt.

Vorstandsvorsitzender Klaus Geurden, der letztmalig vor seinem angekündigten Eintritt in den Ruhestand am 1. Oktober vor der Vertreterversammlung den Vorstandsbericht ablegte, hinterlässt also ein wohlbestelltes Haus. Das wurde in seinen Informationen über die wichtigen Bilanzpositionen deutlich, die er auch im Namen seiner Vorstandskollegen Stefan Rinsch, Christoph Gommans und Wilhelm Struck nach einleitenden Worten zur Bedeutung der genossenschaftlichen Finanzgruppe in Deutschland vorstellte.

Die Bilanzsumme erhöhte sich um vier Prozent auf jetzt 1,76 Milliarden Euro. Das gesamte betreute Kundenvolumen – dieser Wert beinhaltet neben den in der Bilanz festgeschriebenen Geschäften das gesamte Volumen aller Kreditgeschäfte und Einlagen mit den Mitgliedern und Kunden – erhöhte sich um 6,9 Prozent auf rund 4,06 Milliarden Euro. Erstmals in der Ge-schichte der Volksbank Krefeld wurde damit die Vier-Milliarden-Grenze überschritten.

Wesentlichen Anteil daran hatte das Kreditgeschäft. Bei den bilanziellen Kundenforderungen verzeichnete die Bank ein Wachstum von fast neun Prozent auf nunmehr 1,11 Milliarden Euro. "Vor allem das Finanzierungsgeschäft mit dem heimischen Mittelstand läuft gut. Es ist die Basis unseres wirtschaftlichen Erfolgs. Aber auch bei der Finanzierung von Immobilien sind wir sehr aktiv", verdeutlichte Geurden. So stieg die Zahl der von der Volksbank finanzierten Häuser und Wohnungen auf 560 Immobilien mit einem Volumen von 135 Millionen Euro an.

Die Einlagen stiegen im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls deutlich an – und zwar um sieben Prozent auf die neue Rekordhöhe von 2,34 Milliarden Euro. Als Grund für diese positive Entwicklung nannte Geurden "das Vertrauen in die Verläss-lichkeit und Sicherheit" der Volksbank Krefeld. "Die Leute wissen, was wir mit dem Geld der Sparer und Anleger machen."

Sehr erfreulich aus Sicht der Volksbank Krefeld war auch die Entwicklung im Dienstleistungsgeschäft: Die Wertpapiere der Mitglieder und Kunden wuchsen um sechs Prozent auf 249 Millionen Euro. Die Fondsdepots bei der Union Investment stiegen um fast 18 Prozent auf 411 Millionen Euro. Die Rückkaufswerte der R+V-Kapitallebensversicherungen legten um drei Prozent auf 171 Millionen Euro zu. Die Mitglieder- und Kundenguthaben bei den Bauspar-Experten von Schwäbisch Hall stiegen um fast sechs Prozent auf 94 Millionen Euro.

Auch die Region profitiert vom geschäftlichen Erfolg der Volksbank Krefeld. In 2017 unverändert groß war das gesellschaftliche und soziale Engagement der heimischen Genossenschaftsbank: Insgesamt 333.000 Euro wurden per 31. Dezember 2017 als Spenden für 486 gemeinnützige Projekte von heimischen Vereinen und Institutionen investiert.

"Insgesamt sehen wir unser Haus gut gerüstet für die anstehenden Herausforderungen", erklärte Vorstandsvorsitzender Geurden abschließend und schloss seine Ausführungen mit einem ausdrücklichen Dank an die 308 Beschäftigten und 31 Auszubildenden für die geleistete Arbeit und den Mitgliedern und Kunden für ihr Vertrauen. "Wir wollen unseren Förderauftrag erfüllen und attraktive sowie moderne Arbeitsplätze sichern", so sein Versprechen, das aktuell beim Umbau der Geschäftsstelle Fischeln umgesetzt wird.

(Report Anzeigenblatt)